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Gold

  
 
 


Was Sie schon immer über Gold wissen wollten:

...Im 4. Jahrtausend vor Christus machten ein paar ägyptische Arbeiter eine Entdeckung: Unter einer Feuerstelle war durch Zufall ein wenig im Boden enthaltenes Gold geschmolzen und hatte sich nach seiner Abkühlung in einen funkelden Brocken verwandelt. Seitdem hat sich der Reiz des gelblichen Edelmetalls - begleitet von vielen Mythen - durch die Jahrtausende bewahrt: Vom Kultgegenstand und als Totenbeigabe über Zahlungsmittel bis hin zum Mordmotiv hat Gold eine bewegte Bedeutungsgeschichte hinter sich.

Der Name Gold wurde vermutlich abgeleitet vom indogermanischen "ghel", was soviel heißt wie "blank" oder "schimmernd". Verwandte Wörter wären auch "glänzend", "gelb" und "glühend". Der griechische Begriff für Gold "chrysos" taucht heute noch in vielen Edelsteinnamen auf (z.B.: Chrysokoll, Chrysopras,...)

Gold ist überall auf der Welt vorhanden und noch nicht mal selten. Ob auf den Kontinenten, im Meer und in uns selbst. Die Konzentrationen und die Form des Goldes sind jedoch recht unterschiedlich. Normalerweise findet man Gold in der 15 km starken Erdkruste mit nur 0,0000005 Gew. % - das entspricht einer Konzentration von 0,005 g/t. Das sind zwar schätzungsweise insgesamt 30 Milliarden (!) Tonnen Gold, jedoch lohnt sich ein Abbau aus dem wirtschaftlichen Aspekt nicht.

An der Spitze der von der Natur begünstigten Staaten steht Südafrika mit etwa 600 Tonnen geförderten Gold jährlich. Die weltweite Nachfrage pro Jahr schwankt zwischen 3.400 - 3.600 to, Tendenz steigend. Die Fördermenge von Gold, ca. 2.700 to im Jahr 2000, liegt jedoch darunter. Das Defizit an Gold kann z.Z. nur durch den Verkauf von Zentralbank-Gold ausgeglichen werden.

 


Maßeinheit von Gold:

Das Goldgewicht wird in "Troy Unzen" angegeben (1 Troy Unze = 31,1035 Gramm). Im asiatischen Ländern gibt es noch die Maßeinheit "Tolas" bzw. "Tael".

Außer dem Gewicht wird noch die Reinheit des Goldes angegeben. In der Fachsprache nennt man dies "Feinheit". Die Feinheit gibt den Anteil des reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in Tausendstel an.

Die Farbgebung des Goldes sagt dabei nichts über den Feingehalt aus, da dies durch den Einsatz unterschiedlicher Legierungen beeinflußt werden kann.

Eine 2 Möglichkeit die Feinheit anzugeben ist die Angabe in Karat. Die Karat-Angabe (nur) bei Gold ist jedoch nicht identisch mit der Karat-Angabe bei Edelsteinen, da es sich hierbei um eine Gewichtsangabe (1 Karat = 0,2 Gramm) handelt.

 

 


Rotgold:

33,3-58,5% Gold, bis 30% Kupfer und 35% Silber

 


Weißgold:

65-80% Gold und 35-20% Palladium, oder

33,3-75% Gold, bis 66,7% Nickel, bis 10% Kupfer und Zinn

 


Münzgold:

enthält in der Regel 90% Gold und 10% Kupfer. Es gibt aber auch Münzen aus reinem Gold (99,99%)

 

Ferner gibt es vorallem in der Zahnmedizin unzählige Legierungsformen.


Gewinnung/Förderung:

Der Fachmann unterscheidet bei Gewinnung/Förderung von Gold zwischen Berggold und Seifengold. Das Berggold findet man in Quarzgängen, begleitet von Flyrit FeS, und anderen Sulfiden. Diese Lagerstätten bezeichnet man als primärer (= ursprünglich). Die Quarzgänge weisen in der Regel einen Goldgehalt von ca. etwa 0,001 % auf. Ein Abbau der Goldvorkommen ist in der Regel bei einer Goldkonzentration >2,5 g/t wirtschaftlich sinnvoll. Die Goldkonzentration von maximal 5-25 g/t erreicht man, indem man das Gestein um die Quarzbänder mit abbaut. Große primäre Goldvorkommen findet man in: Australien, USA, Rußland, Rhodesien, Mexiko und Neuguinea. Den technischen Ablauf der Goldförderung kann man auf der Seite "Gewinnung von Gold" nachlesen.

Das Seifengold entsteht bei der Verwitterung des primären Goldvorkommen. Durch die naturbedingten Witterungseinflüsse wird das Geröll hautsächlich durch Wasser weggespült und lagert sich entweder in reiner Form oder in Verbindung mit anderen Substanzen in Bäche und Flüssen ab.

 


Weiterverarbeitung & Handel:

Das Edelmetall wird zur Verarbeitung in Metallbarren gegossen.

Ein Standardbarren Gold wiegt rund 400 Unzen, also ca. 12.5 kg. Auf den Barren werden die Feinheit, die Marke des Herstellers und die Barrennummer eingestanzt sein.

Die Feinheit muss bei Gold mindestens 995 erreichen, bei Silber 999 und bei Platin und Palladium 999.5. Die Barrennummer dient zur Identifikation jedes Barrens und wird vom Produzenten in einem Verzeichnis eingetragen.

Einige Standardbarren landen in den Tresoren der Notenbanken, die meisten werden jedoch zur Weiterverarbeitung eingeschmolzen.

Es entstehen Kleinbarren (mit 1 kg, 100 g, 1 oz... Gewicht), Plättchen für die Münzprägung und Granulate für die Schmuckindustrie.